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Warum ist hier alles voller merkwürdiger Bilder? Und was haben diese alten Ölbilder mit Digital Analytics oder Online Marketing zu tun?

Wie Seiten eigentlich aussehen.

Stockbilder Moderne Internetseiten erfüllen üblicherweise folgende Kriterien: Möglichst clean, schlank, reduziert und mit ein paar bewusst gesetzten Akzenten an den richtigen Stellen. Auf den Seiten, die ganz vorne mitlaufen, finden sich zudem häufig noch rumwabernde dreidimensionale geometrische Formen oder shiny Lichtreflexe. Dazwischen ein paar Slider, Trust-Elemente, Grafiken und ganz wichtig: Bilder. Am besten solche Bilder, die Wachstum oder Erfolg ausrücken. Immer wieder gern genommen werden dann startende Raketen, beschleunigende Autos, über Ziellinien sprintende Läufer sowie Flipcharts mit nach oben zeigenden Liniendiagrammen. Das alles natürlich ein bißchen generisch, damit jeder seinen Teil gut hineininterpretieren kann.

Die Seiten funktionieren, sind aber langweilig.

Ich mag diese reduzierten minimalistischen Seiten. Aber das Problem, das ich mit ihnen habe, ist: Sie sind austauschbar, bleiben nicht im Kopf und sie sind langweilig. Das neutral-generisch Korrekte hat keine Ecken und Kanten, weil es einfach jedem gefallen will. Das ist aus meiner Sicht falsch. Etwas, das allen gefällt, gefällt auch gleichzeitig niemandem. Und zuletzt sind Ecken und Kanten nicht zwangsläufig schlecht. Man kann sich nämlich prima an ihnen festhalten. Deshalb mache ich das auf dieser Seite anders.

Außerdem kann ich ganz nebenbei, indem ich meine Symbolbilder nicht einfach in Paketen bei Shutterstock kaufe, noch eine ganz andere Leidenschaft ausleben: Neben meinem eher empirischen Studium sowie meiner Berufsausbildung habe ich nämlich ebenfalls mal Kunstgeschichte studiert und liebe die alten Meister.